Samstag, September 15, 2007

8. Leipziger Südraum Marathon

Am Anfang war das Wort, dass ich den Südraum Marathon niemals laufen würde. Bringt nichts, ist doch bloß eine Spaßveranstaltung. Dann kam Jens und sprach so ein intensives Intervalltraining ist doch eine Supereinheit. Und Chrische sprach: "Ich will unbedingt!" Und Dirk kam, sah und sagte, dass er auch mitmachen würde. Dann hatte ich noch auf marathon.se (glücklicherweise gehört schwedisch zu den Sprachen die ich verstehend lesen kann)  gelesen, dass ein 41 jähriger Läufer (alter Schwede) seine Halbmarathonzeit von 1:18 auf 1:15 pulverisiert hatte, nachdem er regelmäßig bis zu 15x1000 gelaufen war. Da gab ich nach und war dabei.
So habe ich mich also gegen 12:00 Uhr mit Dirk getroffen und dann sind wir auf die Magdeborner Halbinsel geradelt. Magdeborn ist eines dieser Braunkohleopferdörfer. Ich kenne Magdeborn von früher und empfand die Wegbaggerung als sicherlich dramatisch für den Einzelnen, aber nicht wirklich als großen Verlust für die Menschheit, eher im Gegenteil.
Der Südraum Marathon läuft so ab:
1 Team, 3 Leute, 2 Fahrräder. Einer läuft, 2 fahren, gewechselt werden darf so oft man will. Da ich fast noch heißer als Christoph war bin ich losgerannt. Wir wollten aller 1000 Meter wechseln und die ersten davon waren meine. Was da am Start abging war schon irre. Ich war beim Wechsel an 8. oder 9. Position und das bei einem 3:22er Schnitt. Gregor war kurz vor mir und dann ging Chrische auf die Strecke. Ich pustete kurz durch und fuhr dann hinterher. Gregor war mit mir am Start los gelaufen und lief immer noch. Ich fragte kurz, ob er durchlaufen wolle und er hechelte, dass er auch nicht wüsste wo Kathrin bliebe. Ich hatte mich inzwischen schon wieder erholt und Dirk leif nun. Auch er konnte Platz und Tempo halten und schon war ich wieder dran. Ein knackiger Anstieg zwischendurch- geil!- und weiter gut auf Kurs. Kathrin und Gregor warteten immer noch auf Jörg (oder wie Westernhagen fragen würde: Wo ist Schlieder?), der weit und breit nicht zu sehen war. Und dann, Dirk lief gerade, kamen die Bahnschienen. Ich hatte Dirks Rad und keine Chance hinterher zu kommen. Irgendwann hatte ich ihn dann, er war viel weiter gelaufen als geplant und ich wahrscheinlich fertiger als er.
Dann hatte wir aber unseren Rhythmus gefunden und irgendwann fuhr auch Jörg an uns vorbei.
Durch die Schienen waren wir inzwischen auf Platz 11 zurück gefallen. Waren aber weiter im Tempoplan. So verging dann Kilometer um Kilometer völlig unspektakulär. Zwischen Kilometer 20 und 25 wurden wir dann von 3 Mannschaften überholt. Die wechselten 3x, während wir nur 1x wechselten. Wir haben dann in der Gruppe abgestimmt, ob wir  auf Platz laufen sollten, oder unseren Plan beibehalten. Da es nun aber völlig Wurscht ist, ob man als 9. oder 14. ins Ziel kommt, haben wir uns für den größeren Marathontrainingseffekt entschieden.
Bis so ungefähr km 35 haben wir das so durchgehalten und sind dann auf 800 Meter runter gegangen, weil die 1000er hintenraus dann doch zerrig waren. als dann bei km 40 von hinten welche näher kam sind wir dann noch auf 400 Meter Wechsel runter gegangen und der Abstand wurde sofort wieder größer.
Am Ende standen dann 2:42:06 auf meiner Uhr, ich hatte aber zu spät Stopp gedrückt.
Die Strecke war höllisch schwer, von der Umgebung bekomme ich ja sowieso nie was mit, kann dazu also nichts sagen.
Aber ich denke mal, dass der Südraum Marathon nächstes Jahr in meinem Trainingsplänen stehen wird.
Jens hat mit Jörg Richter und Thomas Voland  und großen Vorsprung gewonnen. Frank, André und David müssten ziemlich genau im Mittelfeld angekommen sein.

gelaufen: 14 km